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Resilienz ist die Eigenschaft, schweren Bedingungen standzuhalten und sich schnell von ihnen zu erholen. Die Entwicklungspsychologin Emmy Werner prägte den Begriff in der sogenannten Kauai-Studie. Sie untersuchte das Leben von 700 Kindern, die auf der Insel Kauai unter schwierigen Bedingungen aufwuchsen. Überraschenderweise stellte sie fest, dass sich ein Drittel dieser Kinder trotz widriger Umstände positiv entwickelte.
Eine gute Metapher ist das Steh-auf-Männchen. Wie ein Steh-auf-Männchen steht man nach einer Belastung wieder auf. In der Psychologie schaut man sich deswegen an, welche mentalen Prozesse und welches Verhalten die persönliche Stärke fördert und das Individuum vor möglichen negativen Konsequenzen von Stressoren schützt. Man kann die Resilienz also fördern.
Resilienz hilft uns also weniger gestresst zu sein, uns wohler zu fühlen, weniger Ängste zu haben und kann so emotionales Essen reduzieren, weil man sich seltener mit seinen Emotionen überfordert fühlt und eine Möglichkeit sucht, sie mit Essen zu bewältigen.
Resilienz stärken
Um die Resilienz zu stärken, werden 7 Resilienzfaktoren unterschieden:
- Emotionssteuerung: negative Emotionen nicht unterdrücken
- Impulskontrolle: Fokussierung, Konzentration und Aufmerksamkeit ➡️ Achtsamkeit stärken, z. B. durch Meditationen wie einem Body-Scan oder man kann auch alltägliche Dinge achtsam durchführen
- Kausalanalyse: Ursachen für Emotionen und schwierige Situationen herausfinden ➡️ kognitive Umstrukturierung: Gedanken bewusst machen, hinterfragen, ob es nicht auch andere Möglichkeiten gäbe, Gedankenfehler aufdecken
- Realistischer Optimismus: Positives in Situationen erkennen, Aufmerksamkeit auf Positives lenken, bei Problemen nach Lösungen suchen
- Selbstwirksamkeitsüberzeugung: Überzeugung, Situationen selbst durch das eigene Verhalten beeinflussen zu können ➡️ Ziele wählen, die machbar aber herausfordern sind
- Zielorientierung: klare Ziele haben ➡️ positives Zielerleben
- Empathie: in Gedanken- und Gefühlswelt von anderen hineinversetzen ➡️ Perspektivwechsel üben, in andere hineinversetzen und ihre Sichtweise versuchen, nachzuvollziehen
Eine Beschäftigung mit unseren Gedanken und Emotionen und eine gezielte Übung einzelner Aspekte kann also sehr hilfreich sein, insgesamt resilienter zu werden und dadurch das Wohlbefinden zu stärken und Ängste und Stress zu reduzieren und dadurch auch emotionales Essen zu reduzieren.
Musik: Back to Memories von DeKibo, verwendet unter Lizenz von Shutterstock
