Achtsames Essen als Basis für intuitives Essen

Alle, Ernährungspsychologie, Psychologie | 17. Januar 2025

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Heute geht es um die Basis des intuitiven Essens: Achtsamkeit. Was genau bedeutet achtsames Essen, warum ist es so wichtig, und wie kannst du es in deinen Alltag integrieren?

Zusammenfassung: Was ist achtsames Essen?

  • Achtsames Essen bedeutet, bewusste Entscheidungen rund um's Essen zu treffen.
  • Achtsames Essen bedeutet, das Essen bewusst wahrzunehmen und zu genießen.
  • Achtsames Essen ist die Basis für intuitives Essen.
  • So isst du achtsamer: Reduziere Ablenkungen und unbewusstes Snacken, trainiere Achtsamkeitsübungen und spüre regelmäßig in deinen Körper hinein.

Warum ist achtsames Essen wichtig?

Hast du gewusst, dass wir laut einer Studie täglich über 200 Entscheidungen rund ums Essen treffen? Von „Was soll ich kochen?“ über „Wann esse ich?“ bis hin zu „Brauche ich dafür noch Zutaten?“ – unser Alltag ist voll von kleinen und großen Überlegungen rund um’s Essen. Oft treffen wir diese Entscheidungen unbewusst.

Achtsamkeit beim Essen bedeutet, diese Entscheidungen bewusster zu treffen. Es geht nicht darum, jede der 200 Entscheidungen detailliert zu durchdenken – das wäre schlicht unmöglich. Aber ein bewussterer Umgang mit Lebensmitteln, Hunger und Genuss bietet viele Vorteile.


Bessere Sättigung durch Achtsamkeit

Unser Sättigungsgefühl entsteht durch ein Zusammenspiel verschiedener Signale in unserem Gehirn. Dazu gehören:

  • Physiologische Signale: Magendehnung, Nährstoffgehalt und Hormonausschüttung.
  • Hedonische Signale: Der Genuss und die Freude am Essen.

Häufig essen wir jedoch nebenbei – vor dem Bildschirm, während der Arbeit oder im Gespräch. Dabei verpassen wir die Gelegenheit, unser Essen bewusst wahrzunehmen. Das führt dazu, dass wir die hedonische Ebene der Sättigung vernachlässigen. Wir fühlen uns körperlich satt, aber emotional nicht befriedigt.

Achtsames Essen hilft, genau das zu ändern. Es ermöglicht uns, den Geschmack, den Duft und die Textur unserer Speisen voll zu genießen und uns dadurch ganzheitlich gesättigt zu fühlen.


Achtsamkeit als Basis für intuitives Essen

Ein achtsamer Umgang mit deinen Körpersignalen ist die Grundlage für intuitives Essen. Viele von uns haben verlernt, diese Signale wahrzunehmen. Mit Achtsamkeit kannst du lernen, wieder auf die natürlichen Signale deines Körpers zu hören und diese richtig zu interpretieren.

Das kann dir auch helfen, mit emotionalem Essen umzugehen. Achtsamkeit ermöglicht es dir, Emotionen zu erkennen und anzunehmen, ohne sie mit Essen zu „betäuben“. Stattdessen kannst du Alternativen finden, um Stress oder andere Gefühle zu bewältigen.


Wie kann man achtsames Essen umsetzen?

Reduziere Ablenkungen:

Für ein achtsameres Essen kann es hilfreich sein, während des Essens nicht zu arbeiten, Fernsehen zu schauen oder zu sehr ins Gespräch zu vertieft zu sein. Das bedeutet nicht, dass du nie während des Essens etwas anderes machen darfst, wie dich zu unterhalten oder eine Serie zu schauen. Natürlich soll Essen auch ein soziales Erlebnis sein. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, eine Lösung für dich zu finden, die dir Spaß macht und dir trotzdem erlaubt, achtsam und bewusst zu essen.


Reduziere unbewusstes Snacken:

Snacks nebenbei häufen sich schnell an und bleiben oft unbemerkt. Platziere Süßigkeiten und Snacks bewusst außerhalb deiner Reichweite. So triffst du aktiv die Entscheidung, wann du snacken möchtest.


Praktiziere kleine Achtsamkeitsübungen:

Konzentriere dich in den ersten Minuten deines Essens bewusst auf den Geschmack, das Aroma und die Textur deiner Speisen. Dieser Fokus schult deine Sinne und macht dein Essen zu einem intensiveren Erlebnis.


Trainiere deine Wahrnehmung von Körpersignalen:

Spüre regelmäßig in deinen Körper hinein: Bist du wirklich hungrig, oder reagierst du auf Stress oder Emotionen? Dieses Bewusstsein hilft, emotionales Essen zu reduzieren.


Achtsamkeit beim Essen ist ein erster Schritt, um mit mehr Bewusstsein und Leichtigkeit ins Jahr 2025 zu starten. In der nächsten Podcastfolge wird es darum gehen, wie du weitere gesunde und nachhaltige Ziele für das neue Jahr setzen kannst.




Musik: Back to Memories von DeKibo, verwendet unter Lizenz von Shutterstock

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