Dies ist der 2. Teil der "Diätfrei ins neue Jahr"-Reihe. Begleitend dazu erhältst du im Newsletter ein zur heutigen Podcastfolge passendes Worksheet.
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Heute geht es um ein zentrales Thema, das vielen von uns oft schwerfällt: Selbstakzeptanz.
Bevor wir etwas an uns verändern können, ist es essenziell, dass wir uns zunächst so akzeptieren, wie wir sind. Das mag paradox klingen, doch genau aus dieser Haltung heraus entsteht die Basis, um echte, nachhaltige Veränderungen zu erreichen. Wie genau das funktioniert und wie du deine Selbstakzeptanz stärken kannst, erfährst du in dem heutigen Beitrag.
Warum Selbstakzeptanz so wichtig ist
Viele Menschen starten Diäten aus Unzufriedenheit – sei es mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit oder ihren Verhaltensweisen. Vielleicht kennst du das: Du nimmst dir vor, regelmäßig Sport zu treiben, scheiterst aber immer wieder. Diese Unzufriedenheit kann auf unterschiedlichste Bereiche deines Lebens zutreffen, nicht nur auf das Thema Diäten. Aber unabhängig davon, woran du arbeiten möchtest – Selbstakzeptanz ist der Schlüssel.
In dieser Folge möchte ich dir Methoden vorstellen, die dir helfen können, dich selbst so anzunehmen, wie du bist. Dabei ist wichtig zu wissen: Selbstakzeptanz ist ein Prozess. Es geht nicht von heute auf morgen, und wahrscheinlich wird es immer Raum für Verbesserungen geben. Doch jeder kleine Schritt zählt.
Methoden für mehr Selbstakzeptanz
Radikale Akzeptanz
Eine Methode ist die radikale Akzeptanz. Dabei geht es darum, negative Gedanken bewusst zu stoppen. Wenn du merkst, dass du einen Gedanken hast, der dich abwertet – zum Beispiel: "Ich bin nicht gut genug" – sage dir innerlich "Stopp!"
Es ist normal, dass solche Gedanken wiederkommen. Vielleicht schon nach ein paar Sekunden. Doch jedes Mal, wenn du den Gedanken unterbrichst, trainierst du dich darin, die Kontrolle über deine Gedanken zurückzugewinnen. Auch wenn es anfangs schwerfällt: Mit der Zeit wirst du merken, dass solche negativen Gedanken seltener werden.
Eine weitere Methode ist die kognitive Diffusion. Hierbei lernst du, dich von deinen Gedanken zu distanzieren, anstatt dich mit ihnen zu identifizieren. Wenn du zum Beispiel denkst: "Ich bin hässlich", kannst du dir bewusst machen: "Ah, da ist wieder der Gedanke, dass ich hässlich bin." Erkenne, dass es sich nur um einen Gedanken handelt – er ist weder wahr noch musst du in irgendeiner Weise dein Handeln nach ihm ausrichten.
Du kannst dir den Gedanken auch vorstellen, als würde er auf einer Wolke vorbeiziehen oder auf einem Plakat stehen. Lass ihn da sein, aber handle nicht danach. Du musst ihm nicht mehr Aufmerksamkeit schenken.
Die Rolle der Sprache
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, wie du mit dir selbst sprichst – sowohl in deinen Gedanken als auch laut. Viele von uns sind sich gar nicht bewusst, wie hart sie mit sich selbst umgehen. Stell dir einmal vor, du würdest die Dinge, die du dir selbst sagst, zu deiner besten Freundin sagen. Wahrscheinlich wäre das völlig undenkbar, oder?
In der Psychologie unterscheiden wir zwischen dem inneren Kritiker und dem inneren liebevollen Begleiter. Der innere Kritiker ist die negative Stimme, die uns kritisiert und entmutigt. Der liebevolle Begleiter hingegen spricht mit uns so, wie es eine beste Freundin tun würde – mit Mitgefühl, Verständnis und Ermutigung.
Übe, diese positive Stimme zu stärken. Frage dich in schwierigen Momenten: "Was würde meine beste Freundin jetzt zu mir sagen?"
Den Fokus auf das Positive lenken
Selbstakzeptanz bedeutet auch, bewusst die positiven Seiten an sich wahrzunehmen. Was magst du an deinem Körper? Was ermöglicht er dir? Überlege einmal: Was würdest du an deinem Körper vermissen, wenn du ihn nicht mehr hättest? Vielleicht magst du dein Lachen. Das gehört genauso zu deinem Körper. Vielleicht ist es, dass er so schön tanzen kann oder dass er so schön Geige spielen kann. Vielleicht ist es dein Gesicht, was dir gefällt, deine Augenbrauen, dein Mund, deine Haare, wie deine Augen strahlen, wenn du glücklich bist. Das alles gehört zusammen. Und es ist genau so richtig, wie es zusammengekommen ist. Dein schönes Lachen gäbe es nicht ohne diesen Körper.
Selbstfürsorge als Ausdruck der Wertschätzung
Ein weiterer Aspekt der Selbstakzeptanz ist Selbstfürsorge. Überlege, wie du deinem Körper etwas Gutes tun kannst – sei es durch eine Gesichtsmaske, ein Peeling, gesunde Ernährung, eine wohltuende Massage oder durch Bewegung. Nimm dir bewusst Zeit, diese Dinge zu genießen, und erinnere dich daran, dass du diese Wertschätzung verdienst.
Selbstakzeptanz ist ein Weg
Selbstakzeptanz ist ein Weg, kein Ziel. Jeder Schritt, den du in diese Richtung machst, bringt dich näher zu einem positiveren Selbstbild und mehr Wohlbefinden. Die Übungen, die ich dir heute vorgestellt habe, sowie die Worksheets, die du über den Newsletter erhalten kannst, helfen dir dabei, diesen Weg zu gehen.
In der nächsten Folge widmen wir uns dem Thema achtsames Essen – eine wichtige Grundlage für intuitives Essen.
Musik: Back to Memories von DeKibo, verwendet unter Lizenz von Shutterstock
