Heute möchte ich mich einmal vorstellen, die Person hinter A Piece of Cake. Ich bin Stefanie, ich komme aus dem Norden Deutschlands und bin 26 Jahre alt. Momentan wohne ich in Gießen, denn dort studiere ich Ernährungswissenschaften. Davor habe ich jedoch Psychologie studiert, in Braunschweig.
Während des Psychologiestudiums habe ich mich auch mit anderen Themen der Gesundheit beschäftigt. Im Studium ging es natürlich hauptsächlich um die psychische Gesundheit, die ich auch unglaublich spannend finde. Vor allem interessiert mich die positive Psychologie. Diese beschäftigt sich damit, wie man über den „normalen“, gesunden Zustand hinaus noch glücklicher wird, sie beschäftigt sich also mit Themen wie Selbstverwirklichung, Persönlichkeitsentwicklung oder Wohlbefinden.
Neben dem Studium habe ich mich dann noch mit Themen rund um Fitness und Ernährung beschäftigt. Und dann habe ich mich am Ende meines Studiums dafür entschieden, auch beruflich in diese Richtung gehen zu wollen.
Auch persönlich habe ich mir natürlich Gedanken über meine Ernährung gemacht, allein schon dem Umstand geschuldet, dass ich das erste Mal für mich selbst kochen musste und dann eben überlegt habe, was man denn am besten essen sollte. Ich habe nie eine Diät gemacht, in der ich Kalorien gezählt habe, aber mein Essverhalten war anfangs ziemlich verkopft. Mit der Zeit konnte ich die ganze Sache deutlich intuitiver angehen, mit einhergehenden Veränderungen im Sättigungsgefühl, worauf ich in späteren Beiträgen nochmal genauer eingehen werde. Das habe ich aber erst erkannt, als ich mich mit den Themen der Ernährungspsychologie beschäftigt habe. Diese habe ich jedoch erst am Anfang meines Ernährungswissenschaften-Studiums entdeckt. Ich habe viele Bücher und Studien gelesen und konnte auch meinen eigenen Weg von einem eher kognitiv gesteuerten, also dem verkopften Essverhalten hin zu einem intuitiven Essverhalten dort wiederfinden.
Es soll aber gar nicht so sehr darum gehen, wie ich das geschafft habe. Natürlich werden auch meine Erfahrungen einfließen, jedoch soll es hier nicht nur um den einen Weg gehen, der mir geholfen hat. Sondern um all die Wege, die es gibt, um den am besten passenden für dich zu finden. Denn jeder ist individuell und benötigt unterschiedliche Herangehensweisen. Generell ist es mir in meiner Arbeit sehr wichtig, dass sie wissenschaftlich fundiert ist. Gerade in der Ernährungswissenschaft gibt es so viele Informationen in den Medien, die insgesamt total verwirrend und Angst machend sind, dass man am Ende überhaupt nicht mehr weiß, was man essen soll bzw. am besten gar nichts mehr isst. Deswegen hatte ich mich auch dafür entschieden, Ernährungswissenschaften zu studieren, damit ich wirklich fundierte Informationen bekomme. Und ich kann jetzt schon sagen (nach momentan vier abgeschlossenen Semestern), dass es sich wirklich gelohnt hat. Vor dem Studium hatte ich schon sehr viele Bücher zu dem Thema gelesen und ich hatte auch immer darauf geachtet, gute Quellen zu wählen, aber wenn man einmal die Grundlagen gelernt und verstanden hat, dann sieht man das alles irgendwie mit anderen Augen. Wenn man z. B. weiß, was überhaupt eine Omega-3-Fettsäure ist, also was das Omega 3 eigentlich bedeutet. Oder wenn man erfährt, woher die ganzen Informationen, die man halt alle mal so gehört hat, überhaupt stammen. Dabei spielt natürlich auch der generelle Entwicklungsprozess eine Rolle, den ich in meinem Leben insgesamt, aber ich denke vor allem im Studium durchlaufen bin. Als Kind dachte ich, dass Dinge eben einfach so sind, wie sie sind, dass das alles Hand und Fuß hat und dass die Menschheit alles oder zumindest das meiste weiß und versteht. Und dann hat man irgendwann die Erkenntnis, dass wir eigentlich kaum etwas wissen. Zum Beispiel, was in einem Lebensmittel eigentlich alles so drin ist. Aber darum soll es heute nicht gehen.
Das wichtigste, was ich im Psychologiestudium gelernt habe, ist, wie man gute Studien durchführt und wie man sie interpretiert. Das Psychologiestudium ist soweit ich weiß der Studiengang mit der besten Methodenausbildung. Und da unser Wissen eben aus der wissenschaftlichen Forschung kommt, ist es sehr hilfreich, diese einordnen zu können. Ich habe das Gefühl, dass es auch immer mehr zunimmt, dass Menschen sich mit der Wissenschaft beschäftigen und sich auch auf diese berufen. Aber nur weil eine Studie etwas gezeigt hat, heißt das noch nichts. Es wurde z. B. mal eine Studie von Simmons et al. durchgeführt, die zeigen konnte , dass die Versuchspersonen, die statt des Songs Kalimba den Song „When I’m Sixty-Four“ von den Beatles gehört haben, fast eineinhalb Jahre jünger waren, nachdem sie den Song gehört hatten. Natürlich war den Forschern durchaus bewusst, dass man durch das Anhören eines Liedes nicht jünger werden kann und es ging auch gar nicht um diese Studie, sondern darum zu zeigen, dass man in der Durchführung, Analyse und Darstellung einer Studie so viele Freiheitsgrade hat, dass man eigentlich alles zeigen kann. Aber auch um Wissenschaft soll es heute nicht gehen 😀 Was ich damit sagen möchte ist, dass ich versuchen möchte, wissenschaftlich fundierte Informationen zu vermitteln, überall dort wo es geht, denn vieles wissen wir eben auch noch gar nicht, sondern es gibt nur Theorien und daraus abgeleitete Meinungen.
Bis nächste Woche!
Literatur
Simmons, J. P., Nelson, L. D., & Simonsohn, U. (2011). False-positive psychology: Undisclosed flexibility in data collection and analysis allows presenting anything as significant. Psychological science, 22(11), 1359-1366.
Musik: Back to Memories von DeKibo, verwendet unter Lizenz von Shutterstock
