So liest du ein Nahrungsmittel-Etikett richtig

Alle, Ernährung | 5. April 2024

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Heute gibt es mal etwas ganz Praktisches, und zwar, wie man ein Lebensmittel-Etikett richtig liest. Denn da machen noch ziemlich viele Fehler.

Ich persönlich musste mal eine Zeit lang sehr viele Zutatenlisten und Nährwerttabellen lesen, weil ich eine Fructose-, Lactose- und Sorbitunverträglichkeit habe und dann mit einer Ernährungsberaterin zusammen eine Karenzphase gemacht habe, also eine Phase, in der ich all das sehr streng vermeiden musste. Und danach habe ich auch noch andere Dinge ausgeschlossen, um zu schauen, ob ich noch andere Lebensmittel nicht vertrage. In dieser Zeit musste ich auf jeden Fall jedes Etikett sehr genau lesen 😀


Die Zutaten auf dem Lebensmittel-Etikett

Wir haben dort zum einen die Zutaten. Diese sind absteigend nach ihrem Gewichtsanteil zum Zeitpunkt ihrer Herstellung aufgelistet. Das heißt, das, was ganz am Anfang steht, macht den größten Teil aus und das ganz am Ende den kleinsten Teil. Dort müssen auch die Aromen und Lebensmittelzusatzstoffe, die das Lebensmittel enthält, aufgeführt werden. Zusatzstoffe werden mit ihrem Klassennamen und der Bezeichnung oder der E-Nummer angegeben. Das E steht übrigens für Europa, das ist nämlich in einer EU-Verordnung geregelt. Der Klassenname gibt an, welche Aufgaben der Stoff in einem Lebensmittel übernimmt (z. B. Farbstoff). Die chemische Bezeichnung oder die E-Nummer zeigt, um welchen Stoff es sich handelt (z. B. Kurkumin oder E 100).


Die Nährwerttabelle auf dem LEBENSMITTEL-ETIKETT

Die Nährwerttabelle zeigt dir, welche Nährwerte (obviously :D) in dem Lebensmittel enthalten sind. Die hilfreichste Spalte ist meiner Meinung nach die, die die Nährwerte pro 100 g angibt, denn die Portionsgröße ist manchmal auch recht willkürlich gewählt. Ich habe es z. B. schon mal gesehen, dass eine Portion ein halber Riegel war. Wer isst bitte einen halben Riegel?!

Da haben wir zum einen die Angabe der Energie, umgangssprachlich die Kalorien, genauer gesagt sind das aber die Kilokalorien. Manchmal wird das auch Brennwert genannt.

Darunter findet man die Menge an Fett und auch nochmal wie viel davon gesättigte Fettsäuren sind. Darauf schaue ich vor allem bei tierischen Produkten ganz gerne mal, denn zu viele gesättigte Fettsäuren sollten wir nicht zu uns nehmen (aber auch pflanzliche Produkte können gesättigte Fettsäuren enthalten, wie z. B. Kokosöl). Dann kommen die Kohlenhydrate und auch noch mal einzeln aufgeführt, wie viel Zucker das Produkt enthält. Und hier aufgepasst, denn hier finden die meisten Fehler statt. Der Zucker in der Nährstofftabelle muss kein zugesetzter Zucker sein. Nehmen wir z. B. einen Naturjoghurt. Auch dort werden wir Zucker in der Nährwerttabelle finden. Das ist jedoch kein zugesetzter Zucker (vorausgesetzt es ist ein richtiger Naturjoghurt), sondern der Milchzucker, die Lactose. Ich habe mal einen Podcast mit einer Ärztin gehört, die meinte, sie findet fettreduzierte Produkte nicht gut, da in diese dann, damit sie schmecken, Lactose zugesetzt wird, da diese in den Zutaten nicht angegeben werden muss, weil Lactose eh schon im Produkt enthalten ist. Ich habe nichts dergleichen finden können, also ich bin mir nicht sicher, ob es stimmt, das zugesetzte Lactose nicht angegeben werden muss. Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, gerade auch im Hinblick auf Lactoseintoleranzen, aber ich habe mir auch mal bei den fettreduzierten Milchprodukten, die ich verwende, die fettreduzierte und die nicht fettreduzierte Version angesehen, denn in der Nährwerttabelle muss die Lactose dann ja trotzdem zu finden sein, in Form einer höheren Zahl beim Zucker und das konnte ich bei keinem der Produkte finden. Also sowas kann man so ganz schnell widerlegen. Die Ärztin meinte aber auch, dass Milchprodukte Entzündungen fördern, und bei diesem Mythos frage ich mich echt immer, wie der wohl entstanden ist und warum niemand von all den Leuten, die den immer wieder reproduzieren, auf die Idee kommt, mal in die Studienlage zu schauen. Die zeigt nämlich, dass Milch wahrscheinlich keinen Einfluss auf Entzündungen hat und wenn, dann den, dass Entzündungen reduziert werden.

Zurück zur Nährwerttabelle: Dort wird noch die Menge an Protein und an Salz angegeben. So könnt ihr euch z. B. ausrechen, wie viel Protein in eurer Mahlzeit enthalten ist.

Falls du also genauer wissen willst, was in deinen Lebensmitteln alles enthalten ist, dann weißt du jetzt, wo du was findest. Mach dich aber nicht verrückt mit all den Zahlen! 



Musik:
 Back to Memories von DeKibo, verwendet unter Lizenz von Shutterstock

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