In der heutigen Folge geht es um das Körperbild: Was ist das eigentlich und wie kann man es verbessern?
Lerne, wie du aktiv die Zufriedenheit mit deinem Körper steigern kannst.
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Wenn ihr mir auf Instagram folgt, dann habt ihr vielleicht gesehen, dass ich vor kurzem ein Modul hatte zum Thema Körperbild. Und deswegen habe ich mich in der letzten Zeit ein bisschen intensiver mit dem Thema beschäftigt und dachte, ich mache jetzt dazu auch mal eine Podcastfolge.
Das Thema Körperbild war ja schon häufiger Thema in diesem Podcast, weil es einfach sehr wichtig ist im Rahmen eines gesunden Essverhaltens. Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper ist ein häufiger Grund, warum wir unser Essverhalten anpassen. Das kann jedoch auch negative Effekte haben, wenn wir unser Essverhalten auf eine Weise verändern, die uns nicht guttut. Gerade beim gezügelten Essverhalten spielt Unzufriedenheit mit dem Körper eine große Rolle.
Aber was bedeutet Körperbild eigentlich?
Defintion Körperbild
Das Körperbild bezeichnet die mentale Repräsentation unseres eigenen Körpers. Es besteht aus vier Komponenten:
- Die affektive Komponente: Sie umfasst alle Gefühle, die wir im Zusammenhang mit unserem Körper haben. Das können Gefühle wie Ablehnung, Ekel, aber auch Wertschätzung und Dankbarkeit sein.
- Die kognitive Komponente: Diese umfasst alle Gedanken in Bezug auf den eigenen Körper: Annahmen und Glaubenssätze („Ich werde nur geliebt, wenn ich gut aussehe“), Bewertungen („Mein Körper ist nicht richtig“) und andere mentale Vorstellungen über den eigenen Körper.
- Die perzeptive Komponente: Sie beschreibt die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Beispielsweise nehmen manche Menschen mit Essstörungen ihren Körper anders wahr, als er objektiv ist. Eine interessante Methode zur Untersuchung dieser Verzerrung ist das Zeigen von bearbeiteten Fotos, bei denen Testpersonen einschätzen sollen, ob ihr eigener Körper darauf breiter oder schmaler dargestellt ist. Studien haben gezeigt, dass die Verzerrung nicht in der Wahrnehmung, sondern in der Verarbeitung dieser Signale liegt.
- Die behaviorale Komponente: Diese umfasst Verhaltensweisen, die mit dem Körper zusammenhängen:
- Bodychecking: Beispielsweise sich im Spiegel betrachten, sich wiegen oder bestimmte Körperteile abtasten, um Informationen über das eigene Aussehen zu erhalten.
- Appearance Fixing: Verhaltensweisen zur Korrektur oder Kaschierung des eigenen Aussehens, wie Make-up, Styling oder auch Diäten und Muskelaufbau.
- Body Image Avoidance: Verhaltensweisen mit dem Ziel, Informationen über den eigenen Körper zu vermeiden, zum Beispiel durch das Tragen weiter Kleidung oder das Meiden von Situationen, in denen der eigene Körper sichtbarer wäre wie im Fitnessstudio.
Was beeinflusst unser Körperbild?
Unser Körperbild wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, die sich in drei Hauptkategorien einteilen lassen: biologische, soziokulturelle und psychologische Faktoren.
- Biologische Faktoren: Veränderungen des Körpers, beispielsweise durch Pubertät, Schwangerschaft oder Alter, können beeinflussen, wie wir unseren Körper sehen. Doch ein Körper allein führt nicht zu einer negativen Wahrnehmung – erst die gesellschaftliche Bewertung macht ihn zum Problem.
- Soziokulturelle Faktoren: Das vorherrschende Schönheitsideal, das in Medien überrepräsentiert wird, kann zu Körperunzufriedenheit führen. Besonders soziale Medien spielen eine Rolle, weil sie uns ständig begleiten und suggerieren, dass bestimmte Körperformen normaler oder wünschenswerter sind, als sie es tatsächlich sind. Auch Eltern, Freunde und sogar Ärzte können unser Körperbild beeinflussen.
- Psychologische Faktoren: Ein niedriger Selbstwert, Perfektionismus oder psychische Störungen wie Depressionen können uns anfälliger für Körperunzufriedenheit machen.
Wie kann man das Körperbild verbessern?
- Hinterfragen des Schönheitsideals
- Woher kommen unsere Vorstellungen darüber, wie ein Körper aussehen muss?
- Ist das wirklich ein objektiver Standard oder nur eine gesellschaftliche Konvention?
- Mehr dazu in folgendem Beitrag: Liebe deinen Körper - Body Positivity vs Body Neutrality
- Fokus auf die Funktionalität des Körpers
- Sich bewusst machen, was der eigene Körper leistet, anstatt nur auf sein Aussehen zu achten.
- Dankbarkeit für den Körper entwickeln.
- Diet Talk vermeiden
- Gespräche über Diäten und Körperkritik können dazu führen, dass man sich selbst mehr mit seinem Körper beschäftigt und unzufriedener wird.
- Bewusst mit Social Media umgehen
- Welche Inhalte konsumieren wir täglich? Tun sie uns gut oder schaden sie unserem Körperbild?
- Falls bestimmte Accounts dazu führen, dass man sich schlecht fühlt: Entfolgen!
- Den inneren Dialog reflektieren
- Wie sprechen wir mit uns selbst?
- Würden wir mit einer Freundin so reden?
- Mehr dazu in diesem Beitrag: Selbstakzeptanz lernen
- Selbstfürsorge praktizieren
- Sich gut um sich selbst kümmern, auch wenn man den eigenen Körper noch nicht voll akzeptieren kann.
- Das kann langfristig helfen, das Körperbild zu verbessern.
- Fokus auf das Positive
- Sich bewusst machen, was man an seinem Körper mag.
- Den Körper als Ganzes wertschätzen.

Ist dein Körperbild ein Thema für dich?
Für all diese Punkte gibt es verschiedene Übungen und Fragen, die wir uns gemeinsam in einer Beratung anschauen können.
Melde dich gerne für ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch bei mir!
Ich hoffe, du hast Inspiration bekommen, wo du anfangen könntest, dein Körperbild zu verbessern!
Musik: Back to Memories von DeKibo, verwendet unter Lizenz von Shutterstock
