Liebe deinen Körper – Body Positivity vs Body Neutrality

Alle, Ernährungspsychologie, Psychologie | 31. Januar 2025

Ist Body Positivity realistisch? Oder reicht Body Neutrality? In diesem Beitrag erfährst du meine Perspektive auf diese Frage. Außerdem geht es darum, wie du lernst, deinen Körper zu 100 % zu lieben.

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Was steckt hinter Body Positivity und Body Neutrality?

Bei der Body Positivity-Bewegung geht es darum, den eigenen Körper zu lieben – auch dann, wenn er nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht. 

Body Neutrality verfolgt einen anderen Ansatz. Hier geht es nicht darum, den eigenen Körper unbedingt lieben zu müssen. Stattdessen geht es darum, den Körper neutral zu betrachten – ihn einfach so anzunehmen, wie er ist, ohne ihn zu bewerten. 

Ich bin in diesen Themen keine Expertin, aber das sind die Grundideen, wie ich sie verstanden habe.

Lange Zeit wusste ich nicht genau, wo ich mich selbst einordnen soll. Auf der einen Seite konnte ich nachvollziehen, dass es einfacher ist, den eigenen Körper einfach zu akzeptieren, als ihn wirklich schön zu finden. Ich hatte auch das Gefühl, dass es sich unecht anfühlt, wenn man sich versucht einzureden, dass man den eigenen Körper liebt, obwohl man das gar nicht wirklich so empfindet. Aber andererseits kam bei mir immer der Gedanke auf: Kann es wirklich unser Anspruch sein, dass wir unseren Körper einfach nur okay finden? Ist Akzeptanz wirklich genug?


Body Positivity als Erinnerung an eine Wahrheit – keine erzwungene Positivität

Dann hatte ich eine Erkenntnis, die ich gerne mit euch teilen möchte. Die Wahrheit ist: Du bist wunderschön. Genau so, wie du bist. 

Und wenn du dir selbst sagst „Ich bin wunderschön“, dann ist das keine falsche Positivität oder fake, sondern es ist einfach die Wahrheit. Es geht nicht darum, sich etwas einzureden, was man eigentlich nicht glaubt. Es geht darum, sich an eine Wahrheit zu erinnern, die immer da war: Du bist richtig. Du bist wunderschön. Dein Körper verdient Liebe. Dich nur zu akzeptieren, wird dem nicht gerecht. Jeder Körper – auch deiner – hat absolute Liebe verdient.

Vielleicht fühlt es sich für dich komisch an, sowas zu denken oder zu sagen. Vielleicht denkst du „Ich bin doch nicht schön“. Aber wenn sich das falsch anfühlt, dann liegt das nicht daran, dass es nicht stimmt. Es liegt daran, dass deine Gedanken und Gefühle dir etwas anderes einreden wollen. Unsere Gedanken können sehr überzeugend sein. Sie vergleichen uns mit anderen, sie erzählen uns, dass wir nicht gut genug sind. Sie sagen vielleicht, ein Bauch mit Speckröllchen sei nicht schön. Oder sie sagen, dass du nicht liebenswert bist. Aber das sind nur Gedanken – und Gedanken müssen nicht die Wahrheit sein.

Die Wahrheit ist: Die Liebe zu dir selbst ist dein Grundzustand. Du bist mit vollem Wert auf die Welt gekommen. Du bist genau so, wie du bist, richtig. Und alles, was dir jemals anderes gesagt wurde - von anderen oder von dir selbst - ist nicht die Wahrheit. Denn wer ist da, das bewerten zu können? 

Wenn du dir sagst „Ich bin wunderschön“, dann bedeutet das nicht, dass du dich selbst belügst oder dir etwas vormachst. Es bedeutet, dass du dich an diese Grundwahrheit erinnerst, die unter all den Zweifeln und kritischen Gedanken liegt.

Du bist richtig. Du bist schön. Du bist liebenswert – genauso wie du bist. Das möchte ich dir heute mitgeben.

Bis zum nächsten Mal!


Musik: Back to Memories von DeKibo, verwendet unter Lizenz von Shutterstock

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