Heute beantworte ich die Frage, ob snacken ungesund ist. Dafür stelle ich 3 Arten des Snackens vor und erläutere, welche davon weniger gesund ist.
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Heute soll es um ein Thema gehen, das in der Ernährung immer wieder kontrovers diskutiert wird: das Snacken. Ist es wirklich ungesund, zwischendurch etwas zu essen? Oder kann es sogar sinnvoll sein?
Zuerst stellt sich die Frage: Was genau bedeutet eigentlich „snacken“? Wenn wir von „snacken“ sprechen, können wir eigentlich drei verschiedene Dinge meinen. Und diese drei Varianten möchte ich hier einmal etwas näher betrachten:
1. Snack als Zwischenmahlzeit
Hier ist mit „snacken“ gemeint, dass man statt einer vollständigen Hauptmahlzeit eine kleinere Zwischenmahlzeit zu sich nimmt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt beispielsweise drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten pro Tag.
Das heißt aber nicht, dass fünf Mahlzeiten für jeden notwendig sind. Es hängt ganz vom individuellen Bedürfnis ab. Manche Menschen werden mit drei Hauptmahlzeiten satt und kommen damit gut über den Tag. Andere – wie ich selbst – werden schnell satt, sind aber auch relativ schnell wieder hungrig. Ich schaffe es gar nicht, so viel auf einmal zu essen, dass es für fünf Stunden reicht. Deshalb esse ich lieber kleinere Portionen in kürzeren Abständen.
Drei Hauptmahlzeiten und ein oder zwei Snacks dazwischen – das kann für viele im Alltag sehr gut funktionieren. Entscheidend ist, ob es sich gut in den eigenen Rhythmus integrieren lässt. In diesem Fall ist Snacken also auf jeden Fall nicht ungesund.
2. Snack als kleine Knabberei
Hierunter fallen Dinge wie z. B. Nüsse, Chips, Gummibärchen oder Bananenchips – also eher kleine Lebensmittelportionen, die man nebenbei isst. An sich ist auch das nicht per se ungesund. Es kommt natürlich darauf an, was und wie viel man davon isst.
Das Problem: Bei solchen Lebensmitteln ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich überisst, deutlich größer. Man greift noch einmal zu („Eins geht noch“) und ehe man sich versieht, hat man doch deutlich mehr gegessen, als man eigentlich wollte. Während man bei einem Brötchen beispielsweise meist aufhört, wenn man satt ist, geht das bei kleinen Snacks oft unbemerkt weiter.
Ich kenne das auch von mir selbst. Besonders, wenn ich z.B. beim Fernsehen Salzstangen esse und die ganze Packung neben mir steht. Was hierbei hilft, ist, sich vorher eine kleinere Portion abzufüllen und den Rest wegzuräumen, wenn man das möchte. Manchmal entscheidet man sich aber vielleicht ganz bewusst dafür, auch über sein Sättigungsgefühl hinaus zu essen, auch wenn man weiß, dass man sich danach vielleicht nicht besonders gut fühlen wird.
3. Snacken als „Grasen“
Die dritte Form des Snackens ist wohl diejenige, bei der die Kritik „Snacken ist ungesund“ am ehesten zutrifft. Gemeint ist damit das „Grasen“ – also das dauerhafte Nebenher-Essen über den ganzen Tag hinweg. Man sitzt am Schreibtisch, arbeitet – und greift ständig in die Schüssel mit Snacks, ohne es richtig zu merken.
Die Gefahr hier: Man verliert das Gefühl für Hunger und Sättigung und nimmt am Ende mehr Energie auf, als man eigentlich braucht. Dieses dauerhafte Snacken kann deshalb problematisch sein.
Zusätzlich gibt es die Theorie, dass Pausen für unser Verdauungssystem gesund sind. Vor allem aber ist es für das intuitive Essen schwierig, wenn man ständig nebenher snackt. Das intuitive Gespür für Hunger und Sättigung geht dabei leicht verloren.
Fazit: Ist Snacken ungesund?
Nicht grundsätzlich. Snacken im Sinne von geplanten Zwischenmahlzeiten kann sehr sinnvoll sein – je nachdem, was für dich funktioniert. Kleine Snacks zwischendurch können ebenfalls in Ordnung sein, wenn man sich dabei nicht regelmäßig überisst. Und das dauerhafte Nebenher-Essen, das „Grasen“, ist wahrscheinlich die Variante, die am ehesten problematisch sein kann.
Musik: Back to Memories von DeKibo, verwendet unter Lizenz von Shutterstock
